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Bedenken gegen mediale Jenseitskontakte

Das mosaische Gesetz im Alten Testament der Bibel verbietet den Juden das Aufsuchen von „Wahrsagern“ und „Totenbeschwörern“. Deshalb haben viele Menschen religiöse Bedenken, ein Medium aufzusuchen. Medien sind aber weder Wahrsager noch Totenbeschwörer. Wie Inge Meysel sprechen viele Menschen in Gedanken mit ihren verstorbenen Angehörigen und erhalten oft auch intuitiv Antworten. Die Erfahrung medialer Menschen zeigt, dass es die Jenseitigen sind, die mit uns Kontakt aufnehmen wollen, um uns mitzuteilen, dass das Leben weitergeht und dass sie vom Jenseits aus mit uns mitfühlen und uns begleiten. Deshalb sind sie ebenfalls traurig, wenn wir zu lange um sie trauern. Sie möchten uns lebensfroh und glücklich sehen.
Jenseitige, die sich über ein vermittelndes Medium melden, begegnen uns in Liebe. Oft haben sie seit ihrem Übergang in die geistige Welt (ein anderes Wort für das Jenseits) Rückblick auf ihr Leben gehalten und erkannt, was sie hätten besser machen können. Sie bitten dann um Entschuldigung, Verständnis und Vergebung. Sie können meist wahrnehmen, wie unsere Lebenssituation ist, können sie aber nicht an unserer Stelle verändern. Sie können nur versuchen, uns Hinweise zu geben, uns zu ermutigen oder zu stärken.
Die meist religiös motivierten Bedenken, wir könnten „die Toten stören“ und die eher aus dem esoterischen Bereich stammende Befürchtung, es könnten sich „böse Geister aus dem niederen Astralbereich“ melden, sind also gegenstandslos.


Was geschieht bei einem öffentlichen „medialen Abend“?

Wenn Sie zu einer öffentlichen Demonstration medialer Fähigkeiten gehen, kann es sein, dass das Medium Sie anspricht, weil ein Geistwesen sich Ihnen mitteilen möchte. Das Medium wird Ihnen zuerst Informationen geben, die Ihnen ermöglichen sollten, die verstorbene Person eindeutig zu identifizieren. Geben Sie in diesem Fall laut und deutlich Antwort, ohne allerdings dem Medium ungefragt zusätzliche Informationen zu liefern. Auch wenn Sie nicht direkt angesprochen sind, aber den Eindruck haben, die vom Medium beschriebene Person zu erkennen, dann melden Sie sich bitte. Manchmal ist es für das Medium schwierig, das Geistwesen einer Person im Publikum eindeutig zuzuordnen. Es können auch Hinweise auf verstorbene Haustiere und noch lebende Personen vorkommen. Versteifen Sie sich nicht auf feste Erwartungen.


Ist die Person aus der Geistigen Welt erkannt und zugeordnet, bekommen Sie in der Regel Hinweise auf Ihr eigenes Leben, die Ihnen möglicherweise nützlich sein können. In einer öffentlichen Demonstration werden keine Geheimnisse ausgeplaudert, und Sie werden nicht blossgestellt. Es wird Ihnen auch nicht die Zukunft prophezeit oder die Lösung aller Probleme geboten. Bedenken Sie jedoch die Hinweise, die Sie erhalten, mit gesundem Verstand. Die Verantwortung für Ihre Entscheidungen und Handlungen bleibt in jedem Falle bei Ihnen.
Sprechen Sie in Gedanken mit Ihren Lieben in der Geistigen Welt, wie Inge Meysel dies mit ihrem Mann getan hat. Machen Sie sich aber nicht abhängig von solchen Jenseitskontakten, weder von ihren eigenen noch von einem bestimmten Medium.

Das Zusammentreffen von Geistseelen aus dem Diesseits und dem Jenseits sollte zu einem frohgemuten, aufbauenden, berührenden und herzerfrischenden Kontakt der beiden Welten führen, zu einer Atmosphäre der Liebe und Freude, die für alle Anwesenden spürbar wird, auch wenn sie nicht persönlich angesprochen werden.


Was geschieht mit der Geistseele nach dem Tod?

Oft wird gesagt, man solle die Toten ruhen lassen, man solle nicht versuchen, Verstorbene in der physischen Ebene festzuhalten, die Geistseelen Verstorbener befänden sich in einem für uns wenig zuträglichen „Astralbereich“, den man als Medium möglichst meiden sollte, und überhaupt sei es der Trauerarbeit der Hinterbliebenen hinderlich und psychologisch ungesund, sich mit den Verstorbenen im Jenseits zu beschäftigen.
Sowohl von psychologisch-ärztlicher Seite als auch von esoterisch-religiöser Seite wird da viel Unsinn geredet. Unsere über dreissigjährige Erfahrung mit der Medialität hat uns gelehrt, dass es auch in der Medialität ganz natürlich und vernünftig zugeht.


Ein Mensch, der stirbt, verlässt seinen physischen Körper und lebt in einer andern Dimension weiter. Was er behält, sind sein Wahrnehmungsvermögen, seine Denkfähigkeit, seine Erinnerungen und seine Gefühle. Bei dem, was wir einen „natürlichen“ Tod nennen, kann die Geistseele des Verstorbenen oft sofort ihre physische Umgebung wahrnehmen. Sie sieht, was mit ihrem Leichnam geschieht, hört und spürt, was die Angehörigen sagen und denken. 
Später, beim Übergang in die nächste Ebene, erlebt das Geistwesen eine Art Rückschau auf sein Leben, in der es erkennen kann, was es in seinem Erdenleben hätte besser machen können. Es wird von seinen Lieben, die vor ihm ins Jenseits gegangen sind, empfangen, und von seinen geistigen Helfern und Begleitern unterstützt und beraten.
Menschen, die unerwartet und plötzlich aus dem Leben gerissen werden, brauchen manchmal etwas länger, ehe sie sich orientieren können. Es stimmt aber nicht, dass Selbstmörder bestraft werden – es ist schlimm genug für sie, wahrnehmen zu müssen, welche Pein und Nöte sie in der Regel den Zurückgelassenen verursacht haben, und um welche Lernerfahrungen sie sich selbst betrogen haben.


Wozu Jenseitskontakte?

Es ist ganz natürlich, dass ein Mensch, der in ein anderes Land ausgewandert ist, seinen Angehörigen mitteilen möchte, dass er gut angekommen ist und wie es ihm geht. Er möchte auch wissen, wie es seinen Lieben ergeht, die er zurückgelassen hat. Genauso interessieren sich Geistwesen aus dem Jenseits für ihre Familien und Freunde. Sie können von ihrer Ebene her wahrnehmen, was sich auf unserer Ebene abspielt, sie können sich aber meistens nicht direkt mitteilen, weil nur wenige Menschen genügend sensitiv sind, um Geistwesen deutlich wahrzunehmen. Höchstens in Träumen gelingt es ihnen, sich uns zu zeigen. Es ist aber der Wunsch fast aller Verstorbenen, uns mitzuteilen, dass sie weiterhin am Leben sind und an unserem Leben teilhaben möchten. Sie können selbst entscheiden, ob und wie lange sie auf der nächsten Ebene bleiben wollen, von der aus sie leicht zu der unseren Kontakt finden können. Den Geistseelen im Jenseits ist es ein Anliegen, sich uns mitzuteilen und uns möglichst zufrieden zu sehen. Deshalb benützen sie gerne mediale Menschen, um sich bei ihren Lieben zu melden.
Die Jenseitigen wollen mitteilen, dass sie am Leben sind und uns glaubhafte Hinweise auf ihr Weiterleben vermitteln. Sie tun dies, indem sie dem Medium Eindrücke aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart zu vermitteln versuchen. Es hängt von vielen Faktoren ab, auf die ich später eingehen will, ob und wie gut dies gelingt.


Von den Menschen in der physischen Welt geht nur ein kleiner Teil zu einem Medium, um zu erfahren, wie es seinen jenseitigen Lieben geht. Es ist aber ein grosser Trost für Hinterbliebene, zu erfahren, dass die Verstorbenen nicht einfach tot sind, sondern weiterhin lebendiges Interesse für sie haben. Der Trauerprozess lässt sich dadurch nicht ersetzen. Der physische Verlust bleibt schmerzlich, und nur die Zeit kann die Wunde allmählich heilen. Aber das Wissen um das Weiterleben kann helfen, Schuldgefühle, Ängste und Verständnislosigkeit abzubauen.
Die Mehrzahl der Menschen, die ein Medium aufsuchen, erwartet jedoch Beratung und Lebenshilfe. Unsere Medien betonen immer wieder, dass sie nicht Wahrsager oder Lebensberater sind, sondern in erster Linie die Botschaft vom Leben nach dem Tod vermitteln sollen. Die meisten Jenseitigen sind jedoch auch daran interessiert, uns nach Möglichkeit Hinweise und Ideen, Ermutigung und heilende Kräfte zukommen zu lassen. Deshalb erhalten die meisten Ratsuchenden im Laufe einer Kommunikation aus dem Jenseits Bestätigungen und Tipps, die für ihren Alltag nützlich sind. Dies entbindet uns aber nicht davon, selbst Verantwortung zu übernehmen und nach eigenem Wissen und Gewissen zu entscheiden.


Kann ich selbst mediale Fähigkeiten entwickeln?

Immer mehr Menschen haben den Eindruck, dass sie selbst Zeichen und Gedanken von Jenseitigen empfangen, wissen aber meist nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Einige Leute fühlen sich von Geistwesen bedrängt, gestört oder gar verfolgt. Diese Gefühle beruhen in der Regel auf einem Irrtum: Weil ich zwar etwas mir Fremdes wahrnehme, es aber nicht vernünftig einzuordnen weiss, macht es mir Angst. Meist sind es wohlwollende Wesen, verstorbene Angehörige oder Freunde, die sich bemerkbar machen wollen. Da sie jedoch nicht beurteilen können, welche Wirkung ihre Bemühungen auf uns haben, tun sie es gelegentlich ungeschickt. Wenn ich diesen vermeintlichen „Störern“ in Gedanken oder auch laut mitteile, dass ich sie wahrnehme, dass ihre andauernden Bemühungen, sich mitzuteilen mich aber eher stören und mir Angst machen, dann werden sie zurückhaltender sein. Über unerwünschte Kontakte zu Geistseelen werde ich weiter unten noch mehr sagen.
Andere Leute wiederum möchten gerne genauer wissen, was das Geistwesen, das sie spüren oder im Traum sehen, ihnen gerne mitteilen möchte. Sie gehen dann oft zu einem Medium mit ausschliesslich dieser Frage im Kopf: „Was wollte mir mein verstorbener Vater, der mir im Traum erschien, mitteilen?“ Wie das Wort „ausschliesslich“ schon sagt, schliessen sie damit jede andere Kommunikation aus, was es dem Medium extrem schwierig macht, überhaupt irgend einen Kontakt zu bekommen, geschweige denn den gewünschten.
„Kann ich denn nicht selber lernen, mit meinen Lieben im Jenseits zu sprechen?“ ist dann oft die Frage. Darauf gibt es mehrere Teilantworten:


1. Medialität ist lernbar, wie Klavierspielen oder Zeichnen lernbar sind. Die Begabung dafür allerdings ist nicht bei allen Menschen gleich. Bei einigen entwickelt sich die Medialität unter kundiger Anleitung schnell und leicht, bei andern dauert es länger und bleibt vielleicht etwas schwerfällig. Die Sensitivität („Spürigkeit“), die viele Leute haben, ist eine gute Voraussetzung.

2. Die Entwicklung der Medialität geschieht vorteilhaft in einer Gruppe unter kundiger Leitung. Psychologisch gesehen ist Medialität eine Art bewusst herbeigeführter und kontrollierter Bewusstseinsspaltung („Schizophrenie“). Ohne die Kontrolle durch eine „vernünftige“ Gruppe und eine erfahrene Leitung ist die Gefahr, in eine echte Psychose zu rutschen, zu gross.

3. Ist der Umgang und die Kommunikation mit Geistwesen einmal erlernt, ist es immer noch sehr schwierig, sich mit seinen eigenen Angehörigen zu unterhalten, weil die Gefahr besteht, dass die eigenen Wünsche, Ideen oder Befürchtungen für Mitteilungen aus dem Jenseits gehalten werden. Aus diesem Grund gehört zu einer guten Schulung in Medialität eine grundlegende Persönlichkeitsentwicklung.

4. Jenseitige kann man wohl bitten, näher zu kommen und sich mitzuteilen, herbeizitieren jedoch lassen sie sich nicht. Selbst die erfahrensten Medien können nie garantieren, dass sich eine bestimmte Person melden wird.

5. Die Frage ist noch, was ich unter „mit Verstorbenen sprechen“ verstehe. Manche Medien vermitteln den Eindruck, als hätten sie sozusagen die jenseitige Oma „am Draht“ und hörten sie sprechen wie am Telefon. Das ist praktisch nie so. Das Medium erhascht einzelne Eindrücke (Bilder, Ideen, Worte, Farben, Gefühle, Gedanken), die oft schwer von eigenen Einfällen und Erinnerungen zu unterscheiden sind. Aus diesen Puzzleteilen muss es dann die Mitteilung zusammensetzen.

Trotz all dieser Vorbehalte ist es durchaus möglich, in einer Art innerem Gespräch mit seinen Lieben im Jenseits Kontakt zu haben. Wichtig ist dabei nur, dass man sich nicht in eine Scheinwelt verirrt, sondern seinen gesunden Menschenverstand wach und beide Beine auf dem Boden behält.
Es gibt unterdessen in der Schweiz einige Medien, die ihre Persönlichkeit und ihre Medialität so gut geschult haben, dass sie selbst verlässliche Medien-Lehrerinnen und -Lehrer sind. Wenn Sie also sensitiv sind und den Wunsch haben, Ihre eigenen medialen Fähigkeiten zu entwickeln, brauchen Sie nicht mehr unbedingt zuerst nach Grossbritannien zu fahren, wie dies früher der Fall war. Dennoch ist es sinnvoll, wenn Sie die Möglichkeit haben, ein Seminar bei einem guten britischen Medium hier in der Schweiz oder in Grossbritannien besuchen zu können, diese Gelegenheit zu ergreifen. Je mehr verschiedene Unterrichtsformen und Lehrmeinungen Sie kennen lernen, desto besser können Sie sich dann selbst ein Urteil bilden und Ihren eigenen Weg finden.


Was macht die Qualität eines Mediums aus?

Ich muss gleich vorausschicken, dass für eine befriedigende Privatsitzung nicht nur die Qualitäten des Mediums ausschlaggebend sind. Fast ebenso wichtig ist, in welcher momentanen Verfassung Medium und Klient sind, wie sie zueinander passen und ob die örtlichen Gegebenheiten für beide stimmen. Ausserdem muss die Person aus dem Jenseits gut mit dem Medium kommunizieren können.

Bill Coller ist ein in der Schweiz sehr bekanntes und beliebtes Medium. Er ist oft bei uns zu Gast, und sehr oft höre ich am Telefon jemanden sagen: „Meine letzte Sitzung mit Bill war so gut, ich möchte wieder zu ihm.“ Wenn ich versuche, jemandem ein anderes Medium zu empfehlen, wird das oft abgelehnt. Bill-Klienten wollen zu Bill, Robert Brown-Klienten zu Robert.
Es gibt durchaus Argumente dafür, beim gleichen Medium zu bleiben: Die diesseitigen und jenseitigen Beteiligten sind schon miteinander bekannt und also rasch eingestimmt. Bei jedem neuen Medium muss der Einstimmungsprozess erst wieder neu stattfinden.
Ein Argument für Wechsel könnte sein: Jedes Medium hat seine persönliche Art und kommt dieser Art entsprechend mit Geistwesen in Kontakt, die sich mit dieser Art Medium wohl fühlen. Es kann deshalb sein, dass Sie mit dem einen Medium eine ganz andere Auswahl an Geistwesen präsentiert bekommen, als mit dem andern. Auch die Akzente der Mitteilungen können sich von Medium zu Medium verschieben, sodass Sie plötzlich beim einen Medium Dinge zu hören bekommen, die Ihnen das andere Medium noch nie gesagt hat. Eine Klientin, die schon bei Bill Coller und Robert Brown eine Sitzung gehabt hatte, und auf meine Empfehlung hin zu Janet Parker kam, war hell begeistert. Janet hatte ihr in einer Weise zu mehr Verständnis verholfen, wie dies den beiden andern – obwohl auch gut – nicht gelungen war.


Wir laden Medien ein, die wir für gut halten. Wichtige Qualitäten sind dabei:

•  dass das Medium fähig ist, dem Klienten mehrere Verstorbene so spezifisch zu beschreiben, dass er sicher ist, wer aus der geistigen Welt mit ihm kommuniziert.

• dass das Medium die Mitteilungen aus der geistigen Welt in der typischen Art des Kommunikators weitergibt.

• dass diese Mitteilungen wesentliche Umstände und Fragen des Klienten ansprechen und allenfalls mögliche Wege zur Lösung aufzeigen.

• dass der Klient die Sitzung bereichert und gestärkt verlässt. Es ist nicht alles immer nur angenehm und erfreulich, was er gesagt bekommt, aber niemals sollte es bedrohlich oder ängstigend sein. Am Ende sollte immer zumindest Hoffnung stehen, vielleicht auch eine neue Sichtweise und frischer Mut.


Was kann ich als Klient zur Qualität meiner Sitzung beitragen?

Eine grosse Rolle spielt auch die Einstellung und das Verhalten des Klienten. Es ist günstig, wenn Sie sich vor der Sitzung schon an möglichst viele Menschen erinnern, die gestorben sind, nicht nur aus der nächsten Familie, sondern auch weitläufige Bekannte, Freunde, Nachbarn. Führen Sie in Gedanken mit diesen Verstorbenen Gespräche und laden Sie sie ein, mit Ihnen zur Sitzung zu kommen. Seien Sie offen für alle Möglichkeiten, lehnen Sie keine Geistwesen, die sich melden wollen, ab. Versteifen Sie sich auch nicht auf eine bestimmte Frage, die Sie beantwortet haben wollen.

Geben Sie dem Medium nicht ungefragt Informationen, antworten Sie aber auf die Äusserungen des Mediums laut und deutlich mit Antworten wie: „Damit kann ich etwas anfangen.“, „Das kann ich nicht einordnen.“, „Stimmt genau.“, „Halte ich für eher unwahrscheinlich.“
Ungünstig sind konkrete oder suggestive Fragen wie: „Hatte der rote Haare?“, „Können Sie mir den Namen nennen?“, „Hat diese Frau Emma geheissen?“, weil sie das Medium aus dem Fluss der Kommunikation reissen und anstatt der Intuition das Denken ansprechen. Besser sagen Sie: „Ich bin noch unsicher, wer die Person ist, ich brauche noch mehr Informationen.“
Ihre Qualität als Klientin verbessert also wesentlich die Qualität der Sitzung.
Schliesslich gibt es unter den Jenseitigen, die sich melden, bessere und weniger gute Kommunikatoren. Vielleicht waren sie schon zu Lebzeiten eher in sich gekehrt und sprachen nur wenig, vielleicht sind sie noch nicht lange in der geistigen Welt und müssen erst lernen, wie sie sich einem Medium mitteilen können, oder sie finden einfach den „Draht“ zu diesem speziellen Medium nicht, können sich nicht auf „seine Wellenlänge“ einstellen. Alles das kann die Qualität einer Durchsage ebenfalls vermindern.

Bei all den vielen Faktoren, die zusammenwirken müssen, um eine qualitativ befriedigende bis gute Sitzung zu bekommen, ist es ausserordentlich erfreulich, wie selten es vorkommt, dass eine Sitzung wirklich als unbefriedigend bezeichnet werden muss. Und manchmal erweisen sich solche im Augenblick nicht sehr befriedigende Sitzungen ein paar Wochen oder Monate später als sehr bedeutungsvoll. Wir hatten nur im Zeitpunkt der Sitzung nicht die entsprechenden Informationen.

Wie sollen wir eine hohe Qualität der Medialität erreichen?

Bevor ich etwas über die Qualität der Medialität sagen kann, muss ich definieren, was ich unter Medialität verstehe und was meiner Ansicht nach deren Zweck und Ziel sein sollte.

Ich beschränke den Begriff Medialität ganz bewusst auf die Weitergabe von Informationen die angeblich aus der geistigen Welt (dem Jenseits) stammen. 

Erste Aufgabe eines Mediums ist es, Aussagen zu machen, die es zumindest sehr glaubhaft erscheinen lassen, dass sie von einem bestimmten Verstorbenen stammen. Je präziser und spezifischer diese Hinweise sind und je sicherer wir sein können, dass das Medium sie nicht aus anderer Quelle erfahren haben kann, desto besser. In diesem Sinne sind Aussagen eines Mediums, die der Empfänger zunächst für falsch hält, weil ihm die Tatsachen gar nicht bekannt sind, die sich aber nachträglich als zutreffend erweisen, besonders überzeugend.

Das erste Ziel der Medialität ist es also, überzeugende Hinweise darauf zu liefern, dass das Medium tatsächlich mit der Person im Jenseits in Kontakt ist, mit der es behauptet in Kontakt zu sein.

Im Britischen Spiritualismus wird gesagt, Aufgabe des Mediums sei es zu "beweisen", dass die Geistseele im Jenseits weiter lebt.

Dafür braucht es nach der Identifikation des Geistwesens (wer und wie war die Person vor dem Tod?) nachprüfbare, richtige Aussagen zum Sterbevorgang (wie ist die Person gestorben?) und zu Erfahrungen der Person nach ihrem Tod (Dinge, die nach ihrem Tod geschehen sind?). Jene sollte das Medium aber möglichst nicht aus dem Bewusstsein des Klienten abzapfen können.

Das zweite Ziel der Medialität ist demnach, überzeugende Hinweise zu liefern, dass die bestimmte Person über irdische Begebenheiten informiert ist, die bei und nach ihrem Tod geschehen sind.

Für Menschen, die soeben einen lieben Angehörigen verloren haben, mag es genügen, davon überzeugt zu werden, dass diese Person im Jenseits weiterlebt und weiterhin Teil der Familie bleibt.

Die Mehrheit der Klienten, die zu einem Medium kommen, erwartet jedoch von ihren Lieben im Jenseits problembezogene Lebenshilfe.

Das dritte Ziel der Medialität ist also, herauszufinden, auf welchen Lebensbereichen der Klient Hilfe braucht (unabhängig davon, was der Klient selbst meint) und ihm mitzuteilen, was die für ihn erschienen Geistwesen dazu zu sagen haben.

Dabei sollten die angesprochenen Bereiche und die dazu weitergegebenen Aussagen wesentlich sein, das heisst, spezifisch für diesen Klienten und für seine Situation.

Es ist klar, dass die Hinweise im öffentlichen Rahmen nicht zu persönlich sein dürfen, umso deutlicher dafür in Privatsitzungen.

Für die Erfüllung dieser Aufgabe ist es von Vorteil, wenn das Medium mehrere dem Klienten bekannte Geistwesen zur Verfügung hat. Von jemandem, der schon zu Lebzeiten vertrauenswürdig war, lässt man sich eher Ratschläge aus dem Jenseits erteilen.

Es gibt allerdings Klienten, die so sehr an die Unfehlbarkeit der Medien glauben, dass sie jede beliebige Aussage kritiklos entgegennehmen. 

Ich denke, dass es Aufgabe der Medien ist, ihre Klienten und ihr Publikum in sinnvoller Weise auf die Möglichkeiten von Fehlinterpretationen und die Unzuverlässigkeit von Zukunftsaussagen hinzuweisen.

Das vierte Ziel der Medialität ist meiner Ansicht nach, dem Publikum sowohl die Funktion und die Philosophie als auch die Möglichkeiten und Grenzen der medialen Arbeit näher zu bringen und verständlich zu machen.

Medien, welche diese vier Ziele in optimaler Weise erfüllen, liefern eine hohe Qualität von Medialität. Ich denke, wenn es uns gelingt diese Kriterien ins Bewusstsein der aktiven Medien und auch ins Publikum zu bringen, haben wir etwas zur Verbesserung und Erhaltung der Qualität getan.

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